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Unser Mitbewohner Kevin (K) hat sich in den vergangenen Monaten sehr gut in unserer Wohngemeinschaft eingelebt. Er und seine Mutter Sandra (S) waren freundlicherweise bereit, ein Interview über den Werdegang und das jetzige Wohnen zu geben.

Ausschnitt aus dem Interview:

 

ATS: Was war euch als Eltern bei der Suche nach der richtigen Wohnform für euren Sohn wichtig?

S: Genau so viel Betreuung zu erhalten, die benötigt wird, und unser Sohn gleichzeitig in seiner Selbständigkeit gefördert wird. Wir haben auch andere Wohnformen ausprobiert und meistens waren die anderen Bewohner sehr viel schwächer als Kevin, so dass viel vorgegeben war und er sehr eingeschränkt worden wäre. Außerdem war uns besonders wichtig, dass wir als Eltern weiterhin ein Mitspracherecht in der Betreuung/Pflege haben.

ATS: Und was war für euch dann hier besonders passend?

S: Die Persönlichkeiten und die Offenheit der bestehenden Bewohner gleich gepasst. Außerdem ist die Art der Inklusion perfekt, dass Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam wohnen. So konnten wir uns auch sicher sein, dass nach Kevin geschaut wird, und er trotzdem selbständig sein kann.

K: Die neue Stadt war für mich eine Herausforderung. Wegen der Fahrt mit der S-Bahn zur Arbeit. Aber nachdem wir die Verbindung geprüft hatten, hat es sich doch als gar nicht so schlimm herausgestellt. Es sind nur zwei Stationen mehr.

ATS: Kevin, wie war für dich das Ankommen in der Wohngemeinschaft und was hat sich seither bei dir verändert?

K: Ich wurde von meinen Mitbewohnerinnen sehr nett aufgenommen. Ich komme mit beiden sehr gut klar und auch mit den Bewohnern der zweiten WG haben wir regelmäßig Kontakt. Ich mache schon viele Dinge selbständiger, als zu Hause. Zum Beispiel die Hausarbeit, Einkaufen oder Kochen. Und sollte doch mal was sein, ist meine Mitbewohnerin Annika für mich da.

ATS: Hast du weitere Pläne?

K: Ich möchte weiter selbständiger werden. Als nächstes steht zum Beispiel die Suche nach einem Hausarzt an, wo ich dann auch alleine hin gehen kann. Bei der Arbeit bleibe ich erst mal in Ludwigsburg. In den Theo-Lorch-Werkstätten bin ich gut betreut und die Arbeit macht Spaß. In meinem Fußballverein in Tamm bleibe ich auch. Dort gibt es eine inklusive Mannschaft. Das macht sehr viel Spaß. Es wäre aber gut, wenn es mehr mutige Vereine und Angebote für Menschen mit und ohne Handicap geben würde.

ATS: Ihr habt mit unserer ATS-Stiftung nun einige Monate Erfahrung. Was ist euer erstes Fazit?

S: Thomas Wildermuth ist ein Segen für unsere Gesellschaft und das Beste, was uns passieren konnte! Er ist sehr engagiert und macht auch privat ehrenamtlich viel für die Bewohner der WG und deren Eltern. Er hat ein unglaubliches Wissen, erkundigt sich nach dem allgemeinen Befinden und bestärkt auch die Eltern beim Rechte einfordern und Loslassen von den Kindern. Solch großes Engagement hatten wir nicht erwartet und er ist eine unglaubliche Entlastung für die Eltern! Und die angebotene Wohnform ist perfekt für Familien wie uns.

 

ATS: Vielen Dank für den tollen Austausch und eure Offenheit! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei allem was ihr tut und bedanken uns nochmals herzlichst für diesen interessanten Einblick!

 

Das ganze Interview finden interessierte Leserinnen und Leser unter nachfolgendem Link: pdf-Datei Interview Kevin und Sandra